Als wäre ich allein im Büro.

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Gerade hättet ihr mich mal durchs Büro flitzen sehen müssen!

Es klingelt an der Tür (bei uns klingelt dann das Telefon), Cheffe geht ran. Er begrüßt seinen Besuch als der zur Tür hereinspaziert. Sie laufen durch den Flur, an unseren Schreibtischen vorbei ins Besprechungszimmer. Ich mit 3 Griffen mal schnell meinen Schreibtisch in Ordnung gebracht, fröhlich wie immer „Hallo!“, die Neue: Stille. Der Besuch läuft direkt an ihr vorbei, keine Regung, sie starrt auf ihren Bildschirm. Erinnert an Kinder die Verstecken spielen und sich selbst die Augen zu halten, damit andere sie nicht sehen können… Ich muss etwas archivieren, stehe auf, da klingelt erneut das Telefon. Wieder zurück zum Platz, zwei wichtige Auftraggeber vor der Tür für den Termin, ich öffne, begrüße die Beiden freundlich und weise ihnen den Weg in den Besprechungsraum. Die Neue tut wieder als wäre sie nicht da. Auf ihrem Schreibtisch neben mehreren Fachbüchern auch Reste ihres Mittagessens, ihre Autoschlüssel, Zettelchaos – mir wäre das peinlich, aber so ist jeder eben anders. Alle im Besprechungsraum, ich packe mir den Stapel gehe in einen anderen Raum. Plötzlich steht Cheffe hinter mir *huch* „Kannst du bitte zwei Kaffee für uns kochen?“ Klar, bin ja die Büro-Barista, sie scheint noch keine Einführung in die Kaffeemaschine bekommen zuhaben… Also lasse ich alles stehen und liegen, flitze in die Küche, koche zwei Kaffee, bringe sie in den Besprechungsraum. Puh. Wieder zurück zu meinen Unterlagen, kaum dass ich ankomme höre ich ganz leise im Hintergrund das Telefon klingeln – aaaaah! Also schnell zurück zu meinem Schreibtisch, an der Neuen vorbei, die mich fragend ansieht „Soll ich rangehen?“ so lange sie braucht das zu fragen bin ich schon am Telefon und im Gespräch. Ohne Worte.

Noch 1 Stunde bis Feierabend *yay*

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