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Es regnet. Es regnet ohne Unterlass und das seit gestern. Dieser graue, wolkenverhangene Himmel drückt auf die Stimmung. Gestern entschied ich mich trotzdem zur Baustelle zu fahren und nach dem Rechten zu sehen. Tja, waren leider nicht alle so motiviert bei dem Wetter, so hatten sie tatsächlich das Tor zum Schulhof abgeschlossen und waren nicht am arbeiten. Pah. Also entschied ich zum anderen Projekt zu fahren. Ich gurkte durch ein paar Straßen und landete schließlich in einem fetten Stau. 30 Minuten später drehte ich um und fuhr ins Büro zurück. Wahnsinnig erfolgreicher Tag.
Heute beschert mir das Wetter zusätzlich Kopfschmerzen. Es ist wunderbar. In einer kurzen Regenpause fuhr ich zum Projekt. Als ich fertig war, überlegte ich was ich mit meinen Kopfschmerzen anfangen könnte. Statt zurück ins Büro fuhr ich ein paar Straßen weiter und ging auf den Friedhof. Ich hatte schon seit gestern darüber nachgedacht, ob ich das wirklich allein machen wollte, aber in dem Moment war ich dann irgendwie entschieden. Ich lief zur Kapelle, vor der wir alle gewartet hatten und schaute mich um. Ich dachte ich würde wenigstens das Grab meines Opas schnell wiederfinden, seine Beerdigung ist schließlich gerade mal 9 Monate her. Dem war nicht so. Irgendwie hatte ich an diesem Tag alles anders wahrgenommen. Ich wusste dass es nahe der Kappelle, auf einer Wiese, anonym war. In der Nähe zweier Birken, bei der Beerdigung dachte ich noch, dass man sich das auch ohne Grabstein gut merken könnte… Rechts der kleine Brunnen und hinter mir der Weg, weiter links eine Bank. Die Stelle wiederzufinden war gar nicht so leicht. Alles schien weiter auseinander zu liegen… vielleicht war ich auch falsch? Keine Ahnung. Jedenfalls war es weniger traurig dort zu sein, als ich erwartet hatte. Es war irgendwie… ruhig.
Ich blieb einen Moment, dann beschloss ich ein paar Reihen abzugehen. Ich weiß nicht mehr wo das Grab meiner Oma ist. Seit ihrer Beerdigung vor 12 Jahren war ich nicht mehr dort. An die Beerdigung habe ich nur ein paar wenige Erinnerungen, an die Lage des Grabes kann ich mich nicht mehr erinnern. Nur dass es direk am Weg lag, rechts. Das Familiengrab in dem auch ihre Eltern lagen… und wer weiß wer noch von diesem Teil der Verwandtschaft. Sie wurde rechts vorne in der Ecke begraben, mehr weiß ich nicht. Nicht mal wie der Grabstein aussah oder wie ihre Eltern hießen. Sie sollte eine kleine Grabplatte bekommen, aber ich weiß nicht ob sie sie bekam. Also spazierte ich durch die nasse Kälte und überflog die Namen, vielleicht würde mir ja irgendetwas bekannt vorkommen.
Als der Regen wieder einsetzte beschloss ich aufzugeben und lief Richtung Ausgang. Ich habe sie nicht gefunden, aber dort zu sein war gut. Klar bin ich traurig im Moment, aber das liegt auch einfach an meiner Grundstimmung, aber es war nicht so traurig wie ich gedacht habe. Vielleicht gehe ich bei besserem Wetter nochmal dorthin. Vielleicht nicht allein. Vielleicht frage ich vorher meine Eltern wo ich das Grab finde. Vielleicht aber auch nicht.

Ich fühle mich als würde ich eine Erkältung bekommen. Da kommt das Wochenende gerade recht. S. freut sich schon auf heute Abend 🙂 Ich mich auch, genau das richtige heute.
Der Kroate ist derweil auf seinem Männertrip. Hat heute Morgen nicht mal daran gedacht sich nochmal zu melden, so lange sie noch im Land ist und telefonieren so wunderbar wenig kostet. Nichts, nicht mal geschrieben hat er. Kurz vor der Grenze dann schon, verabschiedete sich kurz. Adieu, wünsch dir auch ein schönes Wochenende.

Bin gespannt wie die nächste Woche im Büro wird. Es steht wahnsinnig viel an, so langsam rächt sich dasss ich so viele Projekte gleichzeitig bearbeite. Noch dazu kam eine neue Bewerbung rein. Bin gespannt ob Cheffe sich den Bewerber noch anschauen will, trotz dass er dem einen Mädel schon zugesagt hat. Ich wäre dafür.

Zeit für’s Wochenende.

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